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Tipps für Autoren

Mitglieder im Gespräch

«Wir alle brauchen irgendwann mal Hilfe!»

Interwiev mit Thimea Mollet
Verbindungsperson Verein „zäme in Suhr“- Gemeinde

Text und Bild: Doris Tanner-Eberhard

Nachbarschaftshilfe – in Suhr ist dieser Begriff nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern Realität. Nachdem die Einwohnergemeinde mit dem Projekt Socius den Grundstein legte, wurde im Frühjahr 2025 der Verein «zäme in Suhr» gegründet, der mit verschiedenen Projekten und Initiativen das generationsübergreifende Zusammenleben in Suhr fördern und organisieren möchte. Dazu gehört auch die Nachbarschaftshilfe, einer der Kernpunkte des Vereins. Grischa Ruprecht ist im Vorstand des Vereins verantwortlich für dieses Projekt, das – basierend auf der Symbiose von Strategie und umsichtiger Führung auf der einen Seite und Freiwilligen auf der anderen Seite – einen wertvollen Beitrag leistet, damit sich Suhrer:innen in ihrer gewohnten Umgebung wohlfühlen, auch in herausfordernden Zeiten.

Der Verein hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Koordinationsstelle aufgebaut, die unter Führung des Vereins das Unterstützungsangebot von den Freiwilligen zu den Menschen bringt, die Hilfe benötigen. Seit Februar 2025 leitet Thimea Mollet die Koordinationsstelle, im Interview erzählt sie von ihrer Arbeit und ihren Erlebnissen.

Viele kennen Thimea bereits aus anderen Projekten. Als Mitarbeiterin der Abteilung Gesellschaft in der Gemeinde Suhr leitet sie auch die Fachstelle Alter. Dabei arbeitet sie eng mit Anna Greub von der Quartierentwicklung und Freiwilligenarbeit zusammen. Diese Zusammenarbeit schafft auch Synergien, die in der Nachbarschaftshilfe genutzt werden. Dieses grosse Spektrum, aber auch die Bereitschaft von Freiwilligen, sich zum Wohle anderer Menschen zu engagieren, macht für Thimea die Arbeit spannend, vielseitig und wertvoll.

 Thimea, wer macht mit in der Nachbarschaftshilfe?
Die Nachbarschaftshilfe des Vereins «zäme in Suhr» basiert auf der Absicht der Vereinsmitglieder, sich in der Gemeinde freiwillig zu engagieren. Heute hat der Verein 114 aktive Mitglieder mit der Bereitschaft zum Freiwilligen-Einsatz. Einige sind noch voll im Arbeitsleben, viele sind nicht mehr oder nur noch teilweise im Arbeitsprozess tätig und wünschen sich eine sinnvolle neue Beschäftigung. Das zeigt sich auch im Altersdurchschnitt von rund 50+. Die beruflichen Hintergründe sind sehr vielseitig: von IT-Mitarbeitenden über Pflegefachpersonen, Lehrpersonen, Büro-Mitarbeitenden und Handwerker:innen sind viele Sparten vertreten. Auch Neuzuzüger haben sich für den Freiwilligeneinsatz angemeldet, um sich so rasch in Suhr heimisch zu fühlen.

Wie werden die freiwilligen Helfer:innen in die Nachbarschaftshilfe eingeführt?
Wenn sich jemand für die Nachbarschaftshilfe angemeldet hat, beginnt der Einführungsprozess durch den Verein. Der Verein organisiert regelmässige Treffen mit den neuen Mitgliedern. Einerseits zum Informationsaustausch, aber vor allem zum persönlichen Kennenlernen. Das Ziel von Grischa und mir ist es, dass wir im vierteljährlichen Rhythmus die Nachbarschaftshilfe den neu angemeldeten Interessierten vorstellen. Dabei steht vor allem das persönliche Kennenlernen im Vordergrund. Wir dürfen nicht vergessen, dass die freiwillig Helfenden den Privatbereich von anderen Menschen betreten, die zum Teil auch verletzlich sind. Das bringt eine grosse Verantwortung mit sich; für den Verein, aber auch für die Freiwilligen. in diesen Treffen stellen Grischa und ich sicher, dass durch das persönliche Kennenlernen nur Personen eingesetzt werden, die sich dafür eignen und sich der Verantwortung bewusst sind. Das wird auch mit der Einsatzvereinbarung sichtbar, die die Freiwilligen bei einem definitiven Engagement unterschreiben und sich damit verbindlich mit den Rahmenbedingungen und den Verpflichtungen einverstanden erklären.

Sorgfältiges Onboarding ist wichtig

Beim ersten Kennenlernen erhalten die potenziellen Freiwilligen auch einen Fragebogen zur Erhebung von Informationen, die helfen sollen, ein optimales Engagement zu finden. Einerseits werden die Wunsch-Einsatzgebiete abgefragt – zur Auswahl stehen Nachbarschaftshilfe, Kommunikation, Anlässe und Alterspolitik. Andererseits ist es ebenso wichtig, welche Art von Tätigkeit innerhalb der Nachbarschaftshilfe erbracht werden kann, z.B. in den Bereichen Handwerk, Dienstleistungen, Begleitung und Betreuung. Abgerundet wird die Erfassung mit organisatorischen und administrativen Informationen. Alle Angaben werden in einer zentralen Datenbank erfasst, die nur für die Koordinationsstelle offen ist.

 

Und wie kommen diese Freiwilligen nun zu einem Einsatz?
Indem sich Personen, die Unterstützung benötigen und die über das Angebot von anderen Organisationen wie Spitex, Pro Senectute hinausgeht, bei der Koordinationsstelle melden.

In den letzten SuhrPlus Ausgaben wurden einige Beispiele für die Nachbarschaftshilfe beschrieben, wie z.B.

  • Hilfe beim Recyclen
  • Unterstützung bei Abwesenheiten, z.B. für Reha (Post betreuen, Garten giessen)
  • mit dem Haustier zum Tierarzt gehen
  • liebgewonnene Ausflugsziele besuchen, nachdem man nicht mehr mobil ist

Ich habe in den letzten Wochen bereits Anfragen erhalten. Grundsätzlich steht die Nachbarschaftshilfe allen Generationen zur Verfügung. Wie erwartet haben sich bisher vorwiegend ältere Mitmenschen gemeldet. Mehrheitlich ging es dabei um den Wunsch nach Begleitung und Kontakt, aber auch konkrete Tätigkeiten wurden nachgefragt. Hier zeigt sich auch der Vorteil, dass die Koordinationsstelle in der Gemeindeverwaltung eingebettet ist. So konnte für eine Anfrage eine optimale Lösung mit einem sozialen Projekt aus einem anderen Fachbereich gefunden werden.

Suche nach dem optimalen «Match»

Wenn sich jemand mit dem Wunsch nach Unterstützung bei mir meldet (via Email oder Telefon), mache ich eine erste Bedürfnisabklärung und hole weitere Details ein. Danach suche ich in der Datenbank nach einem möglichst optimalen «Match», d.h. den freiwilligen Helfer, der die gewünschten Voraussetzungen mitbringt. Ich frage anschliessend bei der Hilfsperson an, ob ein Einsatz im Moment in Frage kommt. Bei einer positiven Rückmeldung übergebe ich der Freiwilligen die Kontaktdaten der Person mit Unterstützungsbedarf, damit die Details des Einsatzes gleich direkt besprochen werden können. Bei Herausforderungen stehe ich den Freiwilligen aber auch den hilfesuchenden Personen unterstützend zur Seite. Alle Einsätze werden in der Datenbank dokumentiert und durch mich überwacht.

Was sind deine ersten Eindrücke aus den vergangenen Monaten?
Ich bin beeindruckt von der Bereitschaft der Suhrer:innen sich freiwillig zu engagieren und sich von der Idee der Nachbarschaftshilfe begeistern zu lassen. Ich wünsche mir, dass das grosse Potenzial der Freiwilligen noch mehr genutzt wird. Häufig mache ich die Erfahrung, dass es den Menschen immer noch schwer fällt um Hilfe zu bitten. Gerade ältere Menschen schämen sich manchmal Schwäche zu zeigen und sie haben Angst, anderen zur Last zu fallen. Ich hoffe, dass mit dem Projekt Nachbarschaftshilfe auch eine Kultur geschaffen wird, in der es ganz natürlich sein wird, um Hilfe zu bitten, denn Irgendwann braucht jeder einmal Hilfe.

Abschliessend möchte ich noch anmerken, dass es wichtig ist über unser Angebot regelmässig zu berichten, um einen möglichst optimalen Zugang zu ermöglichen. Deshalb gilt «Tue Gutes und rede darüber». sich freiwillig im Verein «zäme in Suhr» engagieren? Wir freuen uns, wenn Sie alMöchten s Aktiv-Mitglied unserem Verein beitreten. Sie finden das Anmeldeformular auf der Homepage von «zäme in Suhr» unter ww

Generalversammlungen

1. Generalversammlung 16. März 2026

Gut ein Jahr nach der Gründung des Vereins «zäme in Suhr» fand am 16. März 2026 die erste, gut besuchte Generalversammlung statt. 54 Mitglieder (exkl. Vorstand) fanden zu diesem Anlass den Weg in die Aula Feld.

Text: Nadia Ben Dhiab
Fotos: Peter Fridle

Nach der Annahme des Protokolls von der Gründungsversammlung wurde auf den Jahresbericht eingegangen, welcher vorab allen Mitgliedern des Vereins per Post zugestellt worden war. Viele altbekannte, beliebte Anlässe wie Mittagstische, Wanderungen, Geburtstagsbesuche, Freue schenken und Dorfspaziergänge führte im Berichtsjahr noch die Seniorenkommission durch. Seit Januar 2026 tut dies der Verein «zäme in Suhr». Zugleichdurfte der Verein auch verschiedene neue Anlässe erstmalig leiten und durchführen, so beispielsweise zwei Altersforen, ein Meet & Grill mit unseren Partnern/Sponsoren und einen Jungsenioren-Apéro. Besonders erfreulich ist die stetige Zunahme an Mitgliedern, woran sich das Interesse an einer sorgenden Gemeinschaft und die Hilfsbereitschaft vieler Suhrerinnen und Suhrer zeigt.

Veränderungen im Vorstand und Aufruf zur Mitwirkung

Nadia Ben Dhiab nimmt seit vergangenem Herbst ad interim als Vorstandsmitglied Einsitz und wurde an diesem Abend einstimmig offiziell gewählt. Aufgrund seiner Wahl in den Suhrer Gemeinderat scheidet Grischa Ruprecht aus dem Vorstand aus. Er unterstützte den Verein insbesondere in den Anfängen tatkräftig mit seinem Engagement. Sein Sitz (Fachbereich Projekte) bleibt zu besetzen und das anwesende Publikum wurde eingeladen, sich bei Interesse an die Vorstandspräsidentin zu wenden (Praesidium@zi-suhr.ch).

Finanzielles und Aussichten

Anschliessend wurden die Vereinsfinanzen thematisiert.. Die einzelnen Posten der Jahresrechnung 2025 wurden vorgestellt. Danach präsentierte der Vorstand die Budgets für das laufende Jahr und für 2027. Nach Verlesung des Revisionsberichts nahm die Versammlung die Budgets 2026 und 2027 einstimmig an. Auch die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert. Dem stimmten die Anwesenden ohne Gegenstimme zu.

Zum Schluss stellte der Verein das Jahresprogramm 2026 vor und machte auf die verschiedenen Anlässe aufmerksam. Gleichzeitig lud der Vorstand die Mitglieder ein, neue Ideen einzubringen.  
Es gab keine weiteren Anträge von den anwesenden Mitgliedern. Somit war es Zeit für die offizielle Verabschiedung von Grischa Ruprecht, welcher mit wertschätzenden Worten und einem Geschenk verdankt wurde.

Geselliges Ausklingen

Der Vorstand dankt allen herzlich für die Teilnahme an der GV sowie für die Treue und den Einsatz im Verein. Nun freut sich der Verein «zäme in Suhr» auf ein neues und erfolgreiches Jahr.

Beim anschliessenden Apéro blieb Zeit für einen lebendigen Austausch, bereichernde Gespräche und schöne Begegnungen unter den Anwesenden. Für die passende Stärkung sorgte ein Assortiment feiner Sandwiches der MB-Dorfgenuss. Das Vereinsmitglied Jan-Olav Boeriis brachte Wein aus dem eigenen Rebberg mit, und Emmi spendierte Caffe Latte und Dessert. Herzlichen Dank dafür!

Gründungsversammlung 2025


Verein «Zäme in Suhr»: Die sorgende Gemeinschaft kann endlich loslegen

Der Verein, der in Suhr eine Art Nachbarschaftshilfe institutionalisieren will, hat seine Gründungsversammlung abgehalten.
Nun geht es gleich an die Arbeit.
Der betagten Nachbarin die Einkäufe nachhause tragen, dem älteren Herr im Quartier den Rasen mähen, dem netten Paar aus dem 2. Stock den Hund hüten, weil die jungen Eltern mit dem Kind kurzfristig zum Arzt müssen. Das ist Nachbarschaftshilfe, wie sie heutzutage immer weniger vorkommt. Dem will der Verein «Zäme in Suhr» entgegenwirken. Der am Montagabend frisch gegründete Verein versteht sich als «Forum für alle an Alters- und Generationenfragen interessierten Personen», heisst es in einem Flyer. «Zäme in Suhr» hat mehrere Zwecke: Zum einen will der Verein tatsächlich die Nachbarschaftshilfe fördern, indem sich darin freiwillige Mitglieder vereinen, die zur Verfügung stehen, wenn jemand Hilfe braucht. Eine Koordinationsstelle, die in der Abteilung Gesellschaft der Gemeindeverwaltung angegliedert ist, nimmt die Bedürfnisse der Bevölkerung entgegen und verteilt die Anfragen, eben zum Beispiel die Einkäufe heimtragen oder jemanden zum Arzt fahren, an Vereinsmitglieder. Das Angebot richtet sich dabei explizit an ältere wie jüngere Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde.

Daneben will der Verein auch im Bereich Angebote und Anlässe für die ältere Bevölkerung in Suhr wirken. Dafür übernimmt er ab sofort die Anlässe, welche die Seniorenkommission bislang durchgeführt hat, wie zum Beispiel Geburtstagsbesuche, Seniorenwanderungen oder auch den Seniorenmittagstisch. Dazu werden auch weitere Angebote eingeführt, wie etwa das Altersforum, an welchem Seniorinnen und Senioren ihre Anliegen politisch einbringen können. Das erste findet bereits am 28. April statt.

Weitere Mitglieder werden gesucht

Am Montagabend fanden nun 44 von 64 Aktivmitgliedern sowie einige Gäste den Weg an die Gründungsversammlung. Unter der Leitung des Tagespräsidenten Beat Rüetschi, ehemaliger Gemeindepräsident und Mitglied der Kerngruppe, welche die Vereinsgründung angestrebt hat, wurde die Gründung des Vereins wie auch die Vorstandswahlen ohne auch nur eine einzige Gegenstimme abgehalten. Der Vorstand setzt sich aus sieben Personen zusammen: Renate Läderach (Präsidentin), Regina Gerber-Werder, Susanne Geissberger Brunner, Doris Tanner, Erhan Babac, Grischa Ruprecht und Eric Morel.

 

Weiter verfügt der Verein derzeit über 30 Passivmitglieder. Gesucht werden weitere Mitglieder sowie Gönnerinnen und Gönner, welche den Vereinszweck oder auch einzelne Anlässe finanziell unterstützen wollen.

 

Angefangen hat alles mit dem Projekt Socius, das ab 2018 die Lebensqualität im Alter in Suhr fördern wollte. Ein Entschluss aus diesem Projekt, das die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Zürcher Age-Stiftung durchgeführt hat, war folgender: «Ältere Menschen sollen die nötige Unterstützung erhalten, um möglichst lange selbstständig und teilhabend in der eigenen Wohnung zu leben.» Das Thema «Sorgende Gemeinschaft» sei in Suhr aber schon viel älter, führte der für das Sozialwesen zuständige Gemeinderat Daniel Rüetschi aus – es habe schon in den 1980ern die Kommission für Altersfragen gegeben, mit welcher sich erstmals in Suhr ein Verein explizit für das Alter eingesetzt habe

Anlässe

Zäme wachsam mit der Kantonspolizei Aargau

Text und Bild: Doris Tanner-Eberhard

Der Verein «zäme in Suhr» hat sich zum Ziel gesetzt, Suhr zu einer lebenswerten Gemeinde und zu einer sorgenden Gesellschaft weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch das Thema der individuellen Sicherheit und dem Schutz vor kriminellen Aktivitäten. Die Menschen sehen sich zunehmend digitalen und analogen Herausforderungen gegenübergestellt; nicht zuletzt durch den rasanten Fortschritt und der grossen Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI). Ein neues Spielfeld für kriminelle Machenschaften.
Dies hat der Verein zum Anlass genommen, zusammen mit der Kantonspolizei Aargau den Anlass «Gemeinsam gegen Kriminalität: informiert – wachsam – sicher» zu organisieren.

Dass das Thema relevant ist, zeigte sich an der grossen Teilnehmeranzahl:rund 80 Suhrer:innen besuchten den Anlass am 20. Januar 2026 im Pfarreisaal der katholischen
Kirche in Suhr.

Nach einer kurzen Einführung durch Gemeinderat Grischa Ruprecht führte Wm mbV Marco Dössegger die Anwesenden durch ein Potpourri an Themenfeldern. Anhand von konkreten Beispielen zeigte er auf, wie Menschen buchstäblich «übers Ohr gehauen werden», und wie schnell auch hochintelligente Bürger:innen einem Betrug aufsitzen können.

Kriminalität – wo sind wir direkt betroffen?

Beim Anlagebetrug geht es darum, Menschen mit unseriösen Renditeversprechen dazu zu bringen, Geld anzulegen. Das kann mit kleinen Beträgen beginnen, endet aber oft im Verlust einer schmerzlich hohen Summe. «Im Kanton Aargau betrug die Deliktsumme im Jahr 2025 über 23 Millionen Franken,» so Dössegger. Ein unvorstellbarer Betrag, der durch das Hinterfragen von solchen Angeboten hätte vermieden werden können. Der gesunde Menschenverstand weiss, dass Renditeversprechen von 20% in der heutigen Zeit unseriös sind. Marco Dössegger zeigte den Anwesenden zwei täuschend echte Werbevideos mit Roger Federer und Christoph Blocher, die ihren Anlageerfolg entspannt dem User/der Userin «bestätigten». Selbstverständlich wurden diese Botschaften mit künstlicher Intelligenz hergestellt und keineswegs von den bekannten Persönlichkeiten selbst.

Existiert mein Traummann wirklich?

Romance Scam ist ebenfalls eine weitverbreitete Betrugsmasche, um an Geld zu kommen. Mit einem gefälschten Profil – häufig versehen mit einem im Internet kopierten Foto – werden dem Opfer romantische Gefühle mit wunderschönen Texten und Emojis vorgegaukelt. Die Täterschaft weiss genau, wie sie einsame Menschen einfangen, umgarnen und dann schlussendlich zur Geldübergabe bringen kann.

«Eine rasche Google-Abfrage mit der Fotosuche zeigt schnell, ob der Traummann wirklich als Arzt in Afrika im Einsatz für notleidende Kinder unterwegs ist oder ob es sich um Heiri Müller handelt, der im Internet aus irgendeinem seriösen Grund Fotos veröffentlicht hat,» rät Marco Dössegger.

Wenn die «Polizei» anruft

Ruft ein falscher Polizist an, nutzt die Täter den Schockmoment des Opfers. Denn wer zuckt innerlich nicht zusammen, wenn die Polizei bei einem anruft und mit einer auf den ersten Moment glaubhaften Geschichte auf einen fiktiven Sachverhalt hinweist. Ohne viel Überlegen händigen die Opfer dann Geld und/oder Wertsachen an den «Polizisten» aus, der kurze Zeit später in Zivilkleidung an der Türe klingelt, sich «verdeckt ermittelnd» gibt und möglichst schnell wieder geht, um dem Opfer keine Möglichkeit zum Nachdenken gibt. «Die Polizei nimmt nie in solcher Angelegenheit telefonisch mit Ihnen Kontakt auf und verlangt nie die Herausgabe von Geld oder Wertsachen,» sagt der Kantonspolizist klipp und klar.

Richtiges Handeln ist wichtig

Generell gilt bei verdächtigen Telefonanrufen so schnell wie möglich aufzuhängen. Die Täter sind heute soweit, dass sie die Stimme des Gesprächspartners aufnehmen und später mit künstlicher Intelligenz in den gewünschten Text bringen können, um so z.B. Angehörige oder Geschäftspartner in die Irre zu führen.

Eine neue Form von Betrug hat sich auch im Bereich der Kleinanzeigen entwickelt. Heute ist es gang und gäbe unter Privaten Objekte über bekannte Plattformen zu verkaufen oder auch über die sozialen Medien. Hier geht es darum, dass der kriminelle Verkäufer mittels gefälschter Postquittungen vorspielt, er hätte die Ware verschickt und den Käufer so dazu bringt, das Geld zu überweisen. Dazu kommt, dass die elektronischen Zahlungsmittel wie TWINT so genutzt werden können, dass der Betrüger auch nach dem vermeintlichen Kauf Geld beziehen kann, dann jedoch gleich in grösseren Summen. Ein Scan des QR-Codes auf der Postquittung mit dem Smartphone zeigt schnell auf, ob es sich tatsächlich um eine echte Postquittung handelt.

Ein altbekanntes Problem sind die Trickdiebstähle. Anhand von zwei echten Ladenvideos zeigt Marco Dössegger, wie schnell es geschehen kann, dass das Portemonnaie aus der Handtasche des ahnungslosen Opfers geklaut wird. Dieses wird durch eine Täterin abgelenkt, während der Komplize blitzschnell in die Tasche am Einkaufswägeli greift. Auch hier wäre es einfach gewesen, das zu verhindern, indem man die Geldbörse nämlich immer auf sich trägt.

Durch die weite Verbreitung von Handys steigt auch die Gefahr, dass sich Täter in das Gerät reinhacken können. Sie schicken an zufällig ausgewählte Telefonnummern eine SMS mit einem Verweis auf ein vermeintlich am Zoll hängengebliebenes Paket oder einen anderen administrativen Vorgang, der Gebühren nach sich ziehen könnte. Typischerweise fängt die Betrugsmasche mit Kleinstbeträgen an und steigert sich von SMS zu SMS zu ansehnlichen Summen. Der ganze Prozess geht so schnell, dass der Betrogene kaum zum Nachdenken und Hinterfragen kommt. Auch hier gilt: Absender ignorieren und blockieren.

Zum Abschluss zeigte Marco Dössegger auch auf, wie es um die Sicherheit in Suhr steht. Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg in den letzten drei Jahren von acht (Jahr 2023) auf 19 (Jahr 2025). «Rufen Sie bei einem Verdachtsmoment lieber einmal zu viel die Polizei an. Heute geht es nicht mehr, die Türe nicht abzuschliessen – unsere Gesellschaft hat sich leider verändert,» resümiert der Spezialist der Kriminalprävention.

Die Polizei an deiner Seite

Marco Dössegger verstand es ausgezeichnet die Anwesenden in seinen Bann zu ziehen. Mit Fakten, Sachverhalten und konkreten Beispielen führte er durch die vielfältigen Themen und zeigte auf, wie wir uns wirksam schützen können. Mit viel Feingefühl und Humor brachte er auch die weiche Komponente des Menschseins ins Spiel – wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen und fallen manchmal (leider) trotzdem auf Betrügereien rein. Dössegger ist viel in Sachen Prävention unterwegs. Auch wenn die Polizei über soziale Medien, Print und andere Kanäle Aufklärungskampagnen verbreitet, zeigen die öffentlichen Anlässe am meisten Wirkung; denn der persönliche Austausch mit der Polizei ist nachhaltiger.

Die Kriminalprävention ist Teil der Kantonspolizei Aargau, die heute 773 Polizisten im Einsatz zählt, 105 Aspiranten:innen werden zurzeit ausgebildet. Sie bearbeiten durchschnittlich 450 Anrufe täglich, die über die Notrufzentrale hereinkommen und rücken rund 200 Mal pro Tag für unsere Sicherheit aus.

Gestärkt und bewusst für die eigene Sicherheit

Dass das Thema für die Suhrer:innen wichtig ist, zeigte sich nicht nur an der erfreulichen Teilnehmerzahl. Auch beim anschliessenden Apéro, den der Verein offerierte und vom Catering-Team des Pflegezentrums Suhr präsentiert wurde, kam man rege ins Gespräch.

Hier einige Rückmeldungen:

 

Hansrudolf Frei, Suhr

  «Ich bin mir der Thematik schon sehr bewusst, aber ich finde es gut, dass es immer mal wiederholt wird – das Gedächtnis wird so gestärkt. Ich bin 80 Jahre alt und mache nicht alles mit. Aber man       muss auch mit der Zeit gehen und sich z.B. mit KI auseinandersetzen, sonst wird man «überholt» von der Technik»

Francine Rauch, Suhr und Christine Tsarnas, Buchs

Das Referat hat uns bestärkt, dass unser vorsichtiges Verhalten richtig ist. Zwei Mal überlegen und wachsam sein, das wurde uns wieder  bewusst gemacht. Im Umfeld haben wir schon  Betrugsfälle erlebt, wie z.B. den Anlagebetrug mit Roger Federer oder eine  Kreditkartenabbuchung nach einem Hacker-SMS»

  Dorli Meyer und Werner Frick, Suhr

  «Wir finden solche Referate wichtig, um immer wieder an das Thema erinnert zu werden. Wir selber sind generell sehr vorsichtig, aber es ist gut, sich die Punkte immer wieder bewusst  zu machen»

 Grischa Ruprecht, Gemeinderat Suhr

Mit diesem gelungenen Anlass verabschiedet sich Grischa Ruprecht aus dem Vorstand des Vereins, um sich voll und ganz auf seine neue Funktion als Suhrer Gemeinderat zu konzentrieren. Sein grosses und   wertvolles Engagement in den letzten zwei Jahren, um den Verein zu gründen, aufzubauen und mitzugestalten, hat wesentlich zum Erfolg   beigetragen. Wir danken ihm von Herzen und wünschen ihm viel Erfolg in seiner neuen Rolle.

 

Wanderungen

Wanderung März 2025

Frühlingswanderung am 18. März 2025 von Einsiedeln nach Pfäffikon SZ

Einsiedeln (900 m) – Klosterplatz – St. Gangulf – Galgenchappeli – Chlammeren – Tüfelsbrugg (838 m) – St. Meinrad – Etzelpass (949 m) – Luegeten – Mettlen – Pfäffikon (412 m).

Anreise mit ÖV ab Suhr/Aarau bis Einsiedeln/SZ mit kurzer Kaffeepause im Hotel Engel Wädenswil.

Vorausgesagt ist eine Wanderzeit von etwa 3.5 Stunden. Die 270 m aufwärts und 739 m abwärts verlangen immerhin eine mittlere Kondition. Also gerade richtig für die rüstige, unternehmungslustige Wanderschar.

Bei bestem Wanderwetter startet die Gruppe ab Bahnhof Einsiedeln durch den Ort bis zum Klosterplatz. Weiter geht’s entlang der Etzelstrasse Richtung Sihlsee. Nach der Unterquerung der Etzelstrasse folgt ein kurzer Anstieg auf der alten Etzelstrasse zur Kapelle Galgenchappeli, mit schöner Aussicht auf den teilweise zugefrorenen Sihlsee und die schneebedeckten Berge.

Die Gruppe wandert in leicht abfallendem Gelände über feuchte Wiesen und Reste von Schneefeldern Richtung Sihl. Kurz vor der Tüfelsbrugg erfolgt der Griff in den Rucksack zum Mittagshalt.

Dann geht der Weg über diese historische, als Bogenbrücke konstruierte Straßenbrücke, die im Viertel Egg der Gemeinde Einsiedeln über die Sihl führt. Sie verbindet Einsiedeln mit dem Etzelpass und ist Bestandteil des Jakobswegs, der zwischen Konstanz und Einsiedeln auch Schwabenweg genannt wird. Die erste Brücke liess Abt Gero von Frohburg 1117 erbauen. 1517 erfolgte der Bau der ersten steinernen Brücke. Im 17. Jahrhundert wurde diese durch einen bedachten Neubau ersetzt. Seit der Restauration von 1987 bis 1992 steht sie unter eidgenössischem und kantonalem Denkmalschutz.

Schliesslich folgt ein steiler Anstieg bis zur Etzelpasshöhe, dem höchsten Punkt der Wanderung. Dort steht, direkt neben der Etzelkapelle, der historische Gasthof St. Meinrad, ein Ort der Erholung und Stärkung für Pilger.

Der Weg führt nun teils steil abwärts durch Waldpartien und über Wiesen. Nach einem kurzen Halt beim Unterstand «Gruebi» im Bannwald folgen über gefühlte «tausende» Stufen und Baumnwurzeln durch steiles Waldgelände bis zum Aussichtspunkt «Luegeten». Hier geniesst die Schar eine herrliche Sicht auf den Zürichsee mit Ufenau, der grössten Insel der Schweiz, die nicht über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Sie liegt mit ihrer Nachbarinsel Lützelau im Frauenwinkel vor Pfäffikon SZ und gehört zum Gebiet der politischen Gemeinde Freienbach

Ein letztes Wegstück führt über die Autobahn und durch das Dorf Pfäffikon zum Schlusstrunk im Hotel/Restaurant Sternen.

Nach kurzer Heimreise ab Pfäffikon/SZ über Zürich Hauptbahnhof trifft die Wanderschar in Aarau bzw. Suhr ein. Grossen Dank dem Wanderleiter und den Teilnehmenden für diese schöne Tour.

Klosterplatz Einsiedeln Sihlsee   über Feuchtwiesen
   auf der alten Etzelstrasse
Tüfelsbrugg Zürichsee mit Insel Ufenau Pfäffikon, Seedamm und Rapperswil

 

Interviews Frühlingswanderung (23 Teilnehmende)

Das meinen die Teilnehmenden:

Lotti ist seit vielen Jahren Stammgast. Sie freut sich über das monatliche Angebot und dass man nichts organisieren muss, einfach anmelden und mitwandern.

Bruno wohnt seit zwei Jahren wieder in Suhr und nimmt zum ersten Mal teil. Er ist gerne aktiv und schätzt es, neue Leute kennenzulernen.

Therese ist seit vielen Jahren dabei, meist gemeinsam mit ihrem Mann. Es gibt an einem Wandertag so viele Gelegenheiten, immer wieder mit anderen Teilnehmenden zu sprechen. Sie schätzt den Austausch mit den Menschen und die guten Gespräche.

Gudrun ist seit über 10 Jahren regelmässig und meistens mit ihrem Mann dabei. Sie freut sich darüber, dass alles immer so gut organisiert ist und man sich um überhaupt nichts kümmern muss.

Ruth lebt seit 40 Jahren in Suhr und ist zum zweiten Mal dabei. Die Einladung in der Zeitschrift „Suhr Plus“ hatte sie auf dieses Angebot aufmerksam gemacht. Sie schätzt das Wandern in der Gruppe und ist froh, dass auch auf „langsamere“ Wanderer Rücksicht genommen wird.

Arnold ist seit vielen Jahren im Feld zu Hause, kommt nun seit drei Wanderungen mit. Er hat es gerne, wenn etwas läuft und Gespräche stattfinden. Vor allem schätzt er den morgendlichen Startkaffee und die schönen Wanderrouten.

Cornelia lebt seit drei Jahren wieder in unserer Gemeinde und nimmt seit ein paar Monaten teil. Ihr gefällt die Offenheit aller Teilnehmenden. Jede, jeder redet mit Allen, es gibt keine „Grüppli“. Man ist sofort integriert.

Freude schenken

Geburtstag K. Wirz 2026

 

Seit 80 Jahren in Suhr zu Hause – persönlicher Einblick in das Leben von Kurt Wirz

Text und Bild: Peter Dietiker

Seit sechs Jahren darf ich im Auftrag des Suhrer Gemeinderats Jubilarinnen und Jubilare besuchen und zum runden Geburtstag gratulieren. Die Aufgaben der Seniorenkommission sind zu Jahresbeginn in den Verein «zäme in Suhr» aufgegangen; das bewährte Team führt jedoch weiterhin diese schöne Aufgabe fort und besucht jährlich zehn bis 15 Jubilare:innen. Alle diese Treffen verlaufen ausnahmslos sehr angenehm. Die spannenden Geschichten und erfüllenden Gespräche sind äusserst bereichernd und verbunden mit grossem Respekt für die Jubilierenden.
Unsere Wege haben sich beruflich gekreuzt; seitdem kenne ich Kurz Wirz auch persönlich. Es erfüllt mich mit Freude, dass ich ihn zum 80. Geburtstag portraitieren und über seinen Lebensweg berichten darf. Auffallend, dass Freundschaften eine zentrale Rolle dabei spielen.

Mitten drin, statt nur dabei: Schweizermeistertitel im Grossfeldhandball 1966

Während die Kinder damals die Primarschule im Dorfzentrum besuchten, war für die Bezirksschule der Weg nach Gränichen erforderlich.
Bei der Mitarbeit im Kleinbauernbetrieb der Eltern lernte Kurt früh, was es hiess mit anzupacken.
Schon in diesen Jugendjahren war die Mitwirkung in der Jugi des Turnvereins sehr spannend. Anfänglich stand Turnen im Zentrum der Aktivitäten; aber auch das Handballspielen wurde gepflegt. In den 1960iger Jahren war Grossfeldhandball in der Schweiz weit verbreitet. So spielte auch der TV Suhr bald schon in der obersten der vielen Ligen mit. Kurt Wirz erlebte diese Jahre als aktiver Spieler. Unvergessen bleibt der Schweizermeistertitel 1966.

Handwerker mit Leib und Seele

Die fundierte Ausbildung zum Tiefbauzeichner legte den Grundstein für den späteren beruflichen Weg. Anfänglich mit reinen Zeichner- und Baukontrollaufgaben betreut, konnte er als Bauführer bei der Grundmann Bau AG sein Können und Wissen einbringen. Dieser Unternehmung blieb er schliesslich als Verantwortlicher für Magazin, Werkhof und Liegenschaften bis zur Pensionierung treu.

Freundschaften fürs Leben

Als sich die Grossfeldhandballszene zum Kleinfeldhandball und später zum heute bekannten Hallenhandball verschob, spielten die älter werdenden Handballer aus reiner Freude am Schluss der Karriere in der 4. Mannschaft. Noch heute trifft sich die Mannschaft, um ihre jahrzehntelange Freundschaft aktiv zu pflegen.
Auch dem Walliser Dorf Albinen und der dortigen Bevölkerung ist die Familie Wirz dank persönlichem und beruflichem Engagement seit bald 40 Jahren tief verbunden. Sie sind treue Gäste in der dortigen Ferienwohnung, besuchen Freunde und geniessen die wunderbare Bergwelt.

Zunehmend lärmiger: Das Leben an der Bernstrasse Ost

Im Kleinbauernbetrieb, den der Vater früher nebenberuflich betrieb, gab es immer viel zu tun. Diese Liegenschaft ermöglichte es später der jungen Familie, die Wohnungen nach ihren Bedürfnissen umzubauen und zur Freude der Kinder Ponys und Esel zu beheimaten.
Die Lage an der vielbefahrenen Bernstrasse ist durch den Verkehr ordentlich betroffen. Mit der Eröffnung der Autobahn erhofften sich alle weniger Verkehr im Dorf. Dieser hat nun aber seither auf mindestens das Doppelte von damals zugenommen. Mit dem allenfalls realisierten VERAS-Projekt stehen etwelche Veränderungen um die Liegenschaft bevor. Damit sollen immerhin die sehr vielen Staus unmittelbar vor dem Haus der Vergangenheit angehören.

Vorausschauend älter werden in Suhr

Älter werden kann mit unerwarteten gesundheitlichen Einschränkungen verbunden sein. So war beispielsweise die Spitex eine grosse Hilfe bei der zwischenzeitlichen Krankheit seiner Frau. Mittlerweile hat sich das Ehepaar organisiert und Kurt übernahm viele Aufgaben des täglichen Lebens. Gegenseitige Hilfeleistung ist möglich und selbstverständlich. Dadurch kann auch die Partnerin mit Unterstützungsbedarf im gewohnten Umfeld leben. Schwierig dürfte es werden, sollten sich die Lebensumstände nochmals verändern. Aber es hilft zu wissen, dass es in unserer Gemeinde viele Dienstleistungen und Institutionen gibt, die in solchen Situationen unterstützen können.
Grundsätzlich hilft es, das Älterwerden aber auch die möglicherweise damit verbundenen gesundheitlichen Einschränkungen zu akzeptieren.

Kurts persönliche Tipps für Jungrentner

Falls möglich, das Arbeitspensum frühzeitig reduzieren und über das offizielle Pensionsalter hinaus im Job bleiben. Das erleichtert den Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand.
• Pflegt persönliche Kontakte zu Familie, Freunden und früheren Arbeitskollegen.
• Werde selbst aktiv und warte nicht, bis sich vielleicht mal jemand bei dir meldet. Warum nicht einfach auch mal spontan beim Nachbarn vorbeigehen oder das Telefon in die Hand nehmen?
• Bleibt aktiv, unternehmt etwas – alleine oder in Begleitung. Bleibt gesellig!

Eine wunderbare (Lebens-) Einstellung, die nach meinem Besuch bei Kurt positiv nachklingt und hier als Schlusswort festgehalten werden soll.

Kurt und Vreni Wirz an ihrem Lieblingsplatz, dem Bänkli am Waldrand
Die schöne Liegenschaft mit Biotop

 

Dezember 2025 Weihnachten

Projekt „Freude schenken“

Ganz am Anfang stand eine Idee. Es gibt Wünsche oder Bedürfnisse und es leben ältere Menschen mit ihren eigenen Schicksalen unter uns. Darüber hinaus gibt es viele Familien mit Kindern, die dauerhaft an der Armutsgrenze leben. Warum nicht etwas «Freude schenken»?

Die Suhrer Seniorenkommission führte vor Weihnachten des letzten Jahres bereits zum vierten Mal diese schöne Aktion durch.

Grosses Dankeschön

Die Bevölkerung erfüllte persönliche Weihnachtswünsche von alleinstehenden Menschen. Die Aktion war auch dieses Jahr ein schöner Erfolg. In Kürze sind alle 148 Wunschzettel vom Weihnachtsbaum vor dem Gemeindehaus verschwunden. Die Suhrerinnen und Suhrer zeigte Grosszügigkeit und Solidarität mit ihren einsamen oder armutsbetroffenen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Sie erfüllten sehr verschiede Wünsche. Auch «Zeit zu schenken», war dieses Mal oft gewünscht. So wurden auch gemeinsame Spaziergänge oder auch die Einladung und Begleitung zum Kaffee geschenkt.

Deshalb geht das erste Danke an die Schenkenden selbst. Dahinter verbergen sich Einzelpersonen oder ganze Familien. Sie alle organisierten ein Geschenk, verpackten und dekorierten es liebevoll, gestalteten eine Grusskarte und brachten alles zur Gemeindekanzlei.

Grossartigen Einsatz leisteten auch die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung. Die Gestaltung und das Ausfüllen jedes einzelnen Wunschzettels waren Fleissarbeit. Das Anbringen am riesigen Weihnachtsbaum vor dem Gemeindehaus verursachte bei winterlichen Temperaturen kalte Finger. Und schliesslich erforderte die Zuordnung der auf die Gemeindekanzlei gebrachten Geschenke eine gute Übersicht.

Aber alles das würde gar nicht stattfinden ohne die vielen Betreuerinnen und Betreuern von Spitex, Steinfeld (Haus der reifen Generation), Lindenfeld (spezialisierte Pflege und Geriatrie), reformierte Kirche, Verein Betreuung Sunnestrahl, Genossenschaft LEBENsuhr, Abteilung Soziales, Töpferhaus und Pro Senectute Aarau. Sie waren es, die den Kontakt von den Wünschen zu den Beschenkten realisierten.

Zum Schluss

Ein riesiger Dank allen Schenkenden, aber auch den vielen Mitbeteiligten und den Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung und den Institutionen.